Starkregen: Sportpark Kirchberg am Wagram säuft ab

Starkregen: Sportpark Kirchberg am Wagram säuft abZuerst kann es wochenlang nicht regnen – und dann schüttet es wie aus Kübeln binnen kurzer Zeit bis zu 100 Millimeter. Diese Erfahrung musste die Bevölkerung der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram am Sonntag, dem 18. Juli 2021 machen. Gerade als man sich damit abzufinden begann, dass auch der für das Wochenende angekündigte starke Niederschlag den Wagram maximal streifen wird, ging es gegen 15 Uhr richtig los. Die erste Alarmmeldung für die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg am Wagram hörte sich dabei noch eher harmlos an: Dass sich die Unterführung in der Neustifterstraße bei mehr Regen immer wieder mit Wasser füllt, ist nicht gänzlich ungewöhnlich. Der zweite Anruf ließ dann aber schon mehr Aufregung aufkommen. Dabei wurde gemeldet, dass der Kabinentrakt im neuen Sportpark völlig überflutet ist.

Da für die Feuerwehr Kirchberg ab diesem Zeitpunkt bereits laufend neue Einsatzadressen durchgegeben wurden, fuhr zunächst die Feuerwehr Engelmannsbrunn den Sportplatz an. Dort schoss das Wasser über die Stufen vom Fußballfeld her in Strömen in die tieferliegende Etage. Erste Rettungsversuche erwiesen sich als wenig zielführend, weil laufend mehr nachfloss, als überhaupt abgepumpt werden konnte. Zudem hielt sich weiterhin eine heftige Regenfront über Kirchberg. Erst als mit Sandsäcken bei den Abgängen eine Barriere errichtet wurde, begann der Pegel spürbar zu sinken. Die Verwüstungen in dem neu errichteten Gebäude sind aber massiv.

Zugleich mit den Arbeiten in Kirchberg kämpften die Freiwilligen Feuerwehren in fast allen Katastralgemeinden der Gemeinde mit den Auswirkungen des Unwetters. Alleine in der Ortschaft Kirchberg wurden rund 20 verschiedene Einsätze abgearbeitet, wobei neben den Kameraden aus dem eigenen Unterabschnitt auch die Feuerwehren aus Ottenthal und Bierbaum am Kleebühel zu Hilfe eilten. Zumeist wurden sie dabei zu überschwemmten Kellern gerufen. Schneller als erwartet kehrten die Feuerwehrleute auch wieder im Gasthof Ehn in Oberstockstall ein. Auch dort hatten die Wassermassen einen Weg in die tiefer gelegenen Räume gefunden und Schlamm mitgeschwemmt. Mit Beendigung der Aufräumarbeiten dort war der direkte Unwettereinsatz gegen 21 Uhr gelaufen. Bis der letzte Schlauch geputzt und getrocknet ist, dauert es aber noch.

 

Fotogalerie

 

Information

Text: Stefan Nimmervoll, Fotos: Ing. Martin Freiberger-Scharl, Ing. Rupert Hofbauer, Stefan Nimmervoll

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